Mammographie-Screening senkt Brustkrebssterblichkeit in Europa
Organisierte Mammographie-Programme helfen dabei, Brustkrebs früher zu erkennen und die Sterblichkeit zu senken. Wie stark der Nutzen ausfällt, unterscheidet sich jedoch zwischen den europäischen Ländern – je nachdem, wann und wie umfassend Screening-Angebote eingeführt wurden.
Ein internationales Forschungsteam analysierte Daten von mehr als drei Millionen Brustkrebsfällen aus 21 europäischen Ländern zwischen 1978 und 2019. Die Ergebnisse zeigen, dass Brustkrebs im Laufe der Jahre häufiger diagnostiziert wurde, vor allem in frühen Stadien. Gleichzeitig ging die Zahl fortgeschrittener Tumoren in vielen Ländern zurück. Besonders deutlich sank die Brustkrebssterblichkeit zwischen 1998 und 2019. Länder wie Finnland, Island und Norwegen, die Screening-Programme früh eingeführt hatten, verzeichneten starke Rückgänge nach deren Start.
Auch in Deutschland, Österreich oder Dänemark nahm die Sterblichkeit deutlich ab. Die Forschenden führen dies nicht nur auf Früherkennung, sondern auch auf Fortschritte bei Therapie und Nachsorge zurück. In Ländern ohne flächendeckende Screening-Angebote wie Bulgarien oder der Ukraine gingen die Sterberaten dagegen kaum zurück. Am stärksten profitierten Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren. Die Studie unterstreicht die Bedeutung organisierter Früherkennungsprogramme. Gleichzeitig weisen die Forschenden darauf hin, dass Teilnahmequoten, Zeitpunkt der Einführung und mögliche Überdiagnosen weiterhin berücksichtigt werden müssen.
Cardoso, R. et al.
Management and Outcomes of Perioperative Care of People with Diabetes across Europe (MOPED): a prospective, observational study
Lancet Reg Health Eur
2/2026