Impfung mit angepaßten BA-5 Impfstoff von Biontech / Dokumente als Download

Laden Sie sich die entsprechenden Aufklärungs-und Einwilligungsbögen herunter (Biontech = mRNS-Impfstoff):

Alle Fragebögen und tagesaktuelle Informationen finden Sie auch auf der Seite des Robert-Koch-Instituts (RKI)

Informationen liegen auch in leichter Sprache und Fremdsprachen vor:
www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/COVID-19-Aufklaerungsbogen-Tab.html

ACHTUNG:

Die STIKO nimmt ungeimpfte Schwangere (ab dem 2. Trimenon) und ungeimpfte Stillende explizit als zu impfende Zielgruppen auf. Darüber hinaus betont die STIKO, dass dringend allen Ungeimpften im gebärfähigen Alter die Impfung gegen COVID-19 angeboten werden sollte, damit bereits vor der Schwangerschaft ein optimaler Impfschutz besteht.

 


Omikron, die neue Mutante BA-5, zeigt sowohl einen Immunescape als auch eine gesteigerte Fitness. Das heißt, daß die Mutante sehr viel ansteckender und die Impfwirkung der bisherigen (=alten) Impfstoffe leicht reduziert war. Die neu - angepaßten BA-5 - Impfstoffe haben im Vergleich zu den bisherigen monovalenten mRNA-Impfstoffen eine verbesserte Antikörperantwort gegenüber verschiedenen Omikron-Varianten ausgelöst und gegenüber dem Wildtyp-Virus eine gleichbleibend gute Antikörperantwort erzielt.

Glücklicherweise scheinen die Symptomschwere und Krankheitsdauer nicht mehr so verheerend zu sein, aber totale Entwarnung kann leider nicht gegeben werden: Für Nicht-Geimpfte oder nicht vollständig Geimpfte oder bei Immungeschwächten oder Patienten mit vielen Grunderkrankungen kann es in Einzelfällen dennoch zu Krankenhauseinweisungen etc. kommen. 

Deshalb gilt es, einen klaren Kopf zu behalten und sachlich das individuelle Risiko abzuschätzen und sich dann darüber Gedanken zu machen, wieviel man bereit ist, das Risiko einer Erkrankung - ggf. mit Long Covid in Kauf zu nehmen.

Für ältere Menschen, die beispielsweise schon hohen Blutdruck und andere Herz-Kreislaufbeschwerden haben oder für einen Selbständigen, der sich möglicherweise keinen Arbeitsausfall leisten kann, wird man das Risiko und entsprechende Folgen anders gewichten als für einen jungen, gesunden Menschen. Wer beruflich viel Publikumsverkehr und damit auch ein höheres Ansteckungsrisiko hat oder viele soziale Kontakte pflegt, wird auch anders über sein individuelles Risiko denken als jemand, der allein im Büro sitzt und wenige soziale Verpflichtungen hat.

Die STIKO empfiehlt allen Personen ab 60 Jahren eine weitere Auffrischung. Darüber hinaus sollten sich Menschen ab fünf Jahren mit erhöhtem Risiko für schwere COVID-19-Verläufe infolge einer Grunderkrankung wie Asthma, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich nochmals impfen lassen.

Wir impfen bereits mit den neu - angepaßten BA-5 Impfstoffen von Biontech.

Impfdurchbrüche (=Auftreten von Reinfektionen) können durch eine rechtzeitige Auffrischungsimpfung (Boosterung) verhindert - zumindest in ihrer krankheitsbezogenen Ausprägung abgeschwächt werden.

Leider hat sich in Verlaufstudien gezeigt, daß die Impfwirkung schon nach ca 3 bis 4 Monaten deutlich nachlassen (individuell verschieden) kann. Deshalb empfiehlt sich - auch in Anbetracht der neuen Omikron-Mutante eine Auffrischung. Antikörpertests können hierbei eine Entscheidungshilfe darstellen. Das Immunsystem besteht aus vielen Bestandteilen und Prozessen - ein Puzzleteil davon sind die die neutralisierenden Antikörper. Antikörpertests messen die Höhe der zirkulierenden Antikörper gegen molekulare Strukturen des Spikeproteins und können einen Hinweis auf die Immunkraft geben.

Nach jeder Impfung baut sich doch ein immunologisches Gedächtnis und eine Aktivierung der Schleimhaut-Antikörper auf. Das trägt dazu bei, sich in den ersten Wochen unter den gegebenen Umständen eher nicht zu infizieren.

Grundlage für die Entscheidung für oder gegen eine Impfung sollte immer eine ehrliche, individuelle Risikoabschätzung sein. Wir impfen mit neu-angepaßten BA-5 Impfstoff von Biontech.

Bei all diesen Betrachtungen bezüglich der individuellen Risikoeinschätzung ist es wichtig, nicht von seltenen Extremfällen auszugehen und diese überschätzt als wahrscheinlich anzunehmen, sondern von den alltäglichen, in dem meisten Fällen beobachteten Verläufen auszugehen.

Bessere Wirksamkeit - leichter anzuwenden

SARS-CoV-2 dringt über die Schleimhäute von Mund und Nase in den Körper ein. Impfstoffe, die über Mund und Nase appliziert werden, könnten die Immunzellen dieser Schleimhäute aktivieren und das Virus schnell stoppen – bevor es sich ausbreiten kann. So hoffen die Wissenschaftler, selbst leichte Krankheitsfälle verhindern und die Übertragung auf andere Menschen blockieren zu können.

Impfstoffe, die eine sterilisierende Immunität erzeugen - also sodaß nach einer Impfung keine krankmachende Keime vermehrt und weitergegeben werden können - wären von entscheidender Bedeutung.

Die Verhinderung von Infektionen und Übertragungen ist eine hohe Hürde für jeden Impfstoff. In Tierstudien zu SARS-CoV-2-Schleimhautimpfstoffen zeigte sich, dass dies möglich ist. Eine Studie an Mäusen ergab beispielsweise, dass eine Auffrischungsimpfung über die Nase eine Schleimhautimmunität auslöste und die Tiere vollständig vor einer tödlichen Virusexposition schützte - im Gegensatz zur herkömmlichen Impfung.

Längerer Übertragungsschutz möglich

Es gibt zu dem Hinweise darauf, daß nasale Impfstoffe vermutlich einen längeren Übertragungsschutz bieten. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung verweist Prof. Drosten auf eine Studie mit Rhesusaffen, in der ein intranasaler Impfstoff vollständig vor einer SARS-CoV-2-Infektion schützte.

In China und Indien sind  nasale Impfstoffe bereits im Einsatz. Schleimhautimpfstoffe können eine Immunreaktion im ganzen Körper auslösen und Immunzellen in den Schleimhäuten der Nase und der Atemwege aktivieren. Schleimhautimpfstoffe werden sowohl als Erstdosen für ungeimpfte Personen als auch als Auffrischungsimpfungen getestet.

Wir alle sind sehr gespannt auf das Testergebnis.

 

Die Impfung in den Muskel löst eine Immunreaktion aus, die aus zahlreichen Bestandteilen und Prozessen besteht und sehr komplex ist. Vereinfacht kann man es sich so vorstellen:

T-Zellen beispielsweise zerstören die infizierte Zellen. B-Zellen produzieren Antikörper, die den  Krankheitserreger „neutralisieren“, d.h. an sie binden, damit er nicht in gesunde Zellen eindringen kann.

Dabei existieren verschiedene Antikörper, die zeitlich und örtlich differenziert auf verschiedenen Ebenen zum Einsatz kommen.

Die IgA-Antikörper befinden sich an vorderster Front und befinden sich auf unseren Schleimhäuten - sie verhindern ein Eindringen und Vermehren der Keime in unserer Schleimhaut. IgM - Antikörper sind in der Akutphase sehr wichtig und bekämpfen eine weitere Ausbreitung. IgG-Antikörper sind die Langzeitantikörper und geben auf lange Sicht Schutz. Je nach Erregeertyp wähnen die IgG-Antikörper Monate bis Jahre, manchmal sogar lebenslang.

Die B-Zellen, T-Zellen und andere immunkompetente Zellen und Antikörper zirkulieren in der Blutbahn. In Nase und Lunge sind jedoch -  nicht immer - alle -  in ausreichender Zahl vorhanden, um einen schnellen Schutz zu bieten. In der Zeit, die sie brauchen, um vom Blutkreislauf dorthin zu gelangen, breitet sich das eingeatmete Virus aus, und die infizierte Person wird krank. Die Impfung sorgt dafür, daß - für den Zeitraum der Impfungwirkung - die Schleimhäute und tiefere Gewebsschichten mit einer ausreichenden Anzahl funktionsfähiger Antikörper und beispielsweise gewebsresidente T-Gedächtniszellen ausgestattet sind, um eine Infektion verhindern zu können.

 

Datenschutzhinweise zur Datenerhebung und Datenverarbeitung im Rahmen der Corona-Impfung.

Stiko empfiehlt Corona-Impfungen für Kinder ab 5 Jahre

Uns allen sind die verheerenden Folgen des Schulausfalls und der Quarantäne für unsere Kinder deutlich vor Augen getreten. Unsere Kinder bedeuten unsere Zukunft.  Um die Schulen offen und die Lehrkräfte dienstbereit zu halten, bedarf es gemeinsamer Anstrengung von allen Seiten. Deshalb hier für alle Eltern die neuste, auf validen Studien beruhende Empfehlung der STIKO von Juni 2022 (Info-Blatt vom RKI: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/Faktenblaetter/COVID-19-Kinder-Jugendliche.pdf?__blob=publicationFile  )

  • gesunde Kinder ab 5 bis 11 Jahre sollten sich mind. 1 mal mit der Kinderdosis impfen lassen
  • gesunde Kinder ( 5 - 11 Jahre), die mit Risikopatienten ( beispielsweise Großeltern über 60 mit chronischen Erkrankungen wie hoher Blutdruck, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes oder starkes Übergewicht, Transplantierte, Krebserkrankte, Pat. mit Chemotherapie, etc) im gleichen Haushalt leben oder viel Kontakt haben, sollten sich mind. 2 mal mit der Kinderdosis impfen lassen
  • Kinder mit Vorerkrankungen ( 5 - 11 Jahre)  - beispielsweise Fettleibigkeit, Diabetes, chron. Lungenerkrankungen, Asthma, Trisomie 21, etc. - sollten sich mind. 3 mal mit der Kinderdosis impfen lassen
  • Jugendliche ab 12 Jahre sollten sich mind. 3 mal mit der Erwachsenendosis impfen lassen

Wenn sich Ihr Kind bereits mit Corona infiziert hatte...

  • 5- bis 11-jährige Kinder mit Vorerkrankungen, die bereits eine ärztlich gesicherte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, sollen eine Impfstoffdosis im Abstand von mindestens 3 Monaten zur SARS-CoV-2-Infektion erhalten.
  • Gesunde Kinder sollen zunächst 1 Impfung erhalten, unabhängig davon, ob sie bereits einmalig oder mehrmalig an COVID-19 erkrankt sind. Ist der Zeitpunkt einer durchgemachten SARS-CoV-2-Infektion bekannt, soll die Impfung frühestens 3 Monate nach der Infektion verabreicht werden