Impfung mit neuem angepaßten XBB 1.5 Impfstoff von Biontech - immer dienstags ab 15 Uhr / Dokumente als Download

Laden Sie sich die entsprechenden Aufklärungs- und Einwilligungsbögen herunter (Biontech = mRNS-Impfstoff):

--> immer dienstags von 15 bis 18 Uhr ohne Anmeldung

Alle Fragebögen und tagesaktuelle Informationen finden Sie auch auf der Seite des Robert-Koch-Instituts (RKI)

Wer soll sich laut StiKo impfen lassen:

  • alle Menschen über 60 Jahre
  • Chronisch – Kranke (z.B. Diabetes, COPD, Adipositas, Bluthochdruck+Herzleiden, etc.), Immunsupprimierte (z. B.Krebspatienten, Transplantierte)
  • Risiko-Patienten und deren Angehörige, pflegende Angehörige, ungeimpfte Schwangere
  • Menschen mit erhöhten Infektionsrisiko (z. B. Pflege – und Gesundheitspersonal, Busfahrer, Supermarktverkäuferin, Polizisten, Lehrer, Kindergärtner)
  • Personen, die in Pflegeeinrichtungen leben

empfohlen aber: letzte Impfung /Corona-Infektion vor ca. 12 Monate - aus medizinischen Gründen kann im Einzelfall von dieser Empfehlung abgesehen werden

Informationen liegen auch in leichter Sprache und Fremdsprachen vor:
www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/COVID-19-Aufklaerungsbogen-Tab.html

ACHTUNG:

Die STIKO nimmt ungeimpfte Schwangere (ab dem 2. Trimenon) und ungeimpfte Stillende explizit als zu impfende Zielgruppen auf - sie gelten als Risikogruppe. Darüber hinaus betont die STIKO, dass dringend allen Ungeimpften im gebärfähigen Alter die Impfung gegen COVID-19 angeboten werden sollte, damit bereits vor der Schwangerschaft ein optimaler Impfschutz besteht.

Schwangere sollten die Basisimmunität aus drei Antigenkontakten ( also 2 Impfungen und dann eine Infektion  oder   3 Impfungen) haben. Denn Schwangere gehören zur Risikogruppe und haben laut RKI ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf. Eine Auffrischung über die Grundimmunität heraus – wie sie aktuell für über 60-Jährige empfohlen wird – sieht die Stiko aber nur für Schwangere mit Vorerkrankung vor.

 


Omikron mutiert munter weiter, die vorherrschenden Mutanten sind derzeit XBB 1.5, EG.5 ( Eris), Pirola und XBB 1.6 - sie alle zeigen sowohl einen Immunescape als auch eine gesteigerte Fitness. Das heißt, daß die Mutanten sehr viel ansteckender sind. Der neu - angepaßte XBB 1.5- Impfstoff soll eine verbesserte Antikörperantwort gegenüber den neuen Omikron-Varianten ausgelöst haben. Im Gegensatz zu dem früheren, an Omikron-BA.4/5 angepassten Impfstoffen vom vergangenen Jahr, enthalten die neuen XBB-Impfstoffe keine Bestandteile mehr, die sich gegen den Wildtyp von Sars-CoV-2 richten. Sie sind also nicht mehr bivalent, sondern  - spezialisiert - monovalent. 

Glücklicherweise erweisen sich die Symptomschwere und Krankheitsdauer in der Regel milde, aber totale Entwarnung kann leider nicht gegeben werden: Für Nicht-Geimpfte oder nicht vollständig Geimpfte oder bei Immungeschwächten oder Patienten mit vielen Grunderkrankungen kann es in Einzelfällen dennoch zu Krankenhauseinweisungen etc. kommen. 

Deshalb gilt es, einen klaren Kopf zu behalten und sachlich das individuelle Risiko abzuschätzen und sich dann darüber Gedanken zu machen, wieviel man bereit ist, das Risiko einer Erkrankung - ggf. mit Long Covid in Kauf zu nehmen.

Für ältere Menschen, die beispielsweise schon hohen Blutdruck und andere Herz-Kreislaufbeschwerden haben oder für einen Selbständigen, der sich möglicherweise keinen Arbeitsausfall leisten kann, wird man das Risiko und entsprechende Folgen anders gewichten als für einen jungen, gesunden Menschen. Wer beruflich viel Publikumsverkehr und damit auch ein höheres Ansteckungsrisiko hat oder viele soziale Kontakte pflegt, wird auch anders über sein individuelles Risiko denken als jemand, der allein im Büro sitzt und wenige soziale Verpflichtungen hat.

Die STIKO empfiehlt allen Personen ab 60 Jahren eine weitere Auffrischung. Auch Personen mit einer oder mehreren zurückliegenden SARS-CoV-2-Infektionen sollten geimpft werden. Die STIKO geht davon aus, dass die Infektion(-en) allein nicht ausreichen, um spätere COVID-19-Erkrankungen zu verhindern. Mehr dazu in der FAQ Wie sollen Personen geimpft werden, die bereits eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben?

Darüber hinaus sollten sich Menschen ab fünf Jahren mit erhöhtem Risiko für schwere COVID-19-Verläufe infolge einer Grunderkrankung wie Asthma, COPD, Diabetes, Adipositas oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich nochmals impfen lassen.

Allgemeine Hinweise und Empfehlungen bezüglich der Corona-Impfung von seiten des RKI ( siehe oben)

Wir impfen bereits mit dem aktuell - angepaßten XBB 1.5 Impfstoff von Biontech.

Impfdurchbrüche (=Auftreten von Reinfektionen) können durch eine rechtzeitige Auffrischungsimpfung (Boosterung) zumindest in ihrer krankheitsbezogenen Ausprägung abgeschwächt werden.

Verlaufstudien zeigten, daß die Impfwirkung schon nach ca 3 bis 4 Monaten deutlich nachlassen (individuell verschieden) kann.

Aufgrund der zahlreichen Durchbruchinfektionen mit der Omikron-Variante ist zum Teil der falsche Eindruck entstanden, dass die Impfung kaum Schutz vor Covid-19 bieten. Dies konnte durch 2 aktuelle Studien (1.:Dan-Yu Lin, et al; Association of Primary and Booster Vaccination and Prior Infection With SARS-CoV-2 Infection and Severe COVID-19 Outcomes, JAMA (2022);328(14):1415-1426. doi:10.1001/jama.2022.17876 und 2.: J. Daniel Kelly,et al; Incidence of Severe COVID-19 Illness Following Vaccination and Booster With BNT162b2, mRNA-1273, and Ad26.COV2.S Vaccines; JAMA (2022); 328(14):1427-1437. doi:10.1001/jama.2022.17985) widerlegt werden: Infektionsrate nach vollständiger Impfung halbiert und breiter Schutz vor Hospitalisierung und Tod.

Deshalb empfiehlt sich - auch in Anbetracht der neuen Omikron-Mutanten eine Auffrischung. Antikörpertests können hierbei eine Entscheidungshilfe darstellen ( sprechen Sie mich bei Interesse ruhig an). Das Immunsystem besteht aus vielen Bestandteilen und Prozessen - ein Puzzleteil davon sind die neutralisierenden Antikörper. Antikörpertests messen die Höhe der zirkulierenden Antikörper gegen molekulare Strukturen des Spikeproteins und können einen Hinweis auf die Immunkraft geben.

Nach jeder Impfung baut sich ein immunologisches Gedächtnis und eine Aktivierung der Schleimhaut-Antikörper auf. Das trägt dazu bei, sich in den ersten Wochen unter den gegebenen Umständen eher nicht zu infizieren.

Grundlage für die Entscheidung für oder gegen eine Impfung sollte immer eine ehrliche, individuelle Risikoabschätzung sein. Wir impfen mit neu-angepaßten XBB 1.5 Impfstoff von Biontech.

Bei all diesen Betrachtungen bezüglich der individuellen Risikoeinschätzung ist es wichtig, nicht von seltenen Extremfällen auszugehen und diese überschätzt als wahrscheinlich anzunehmen, sondern von den alltäglichen, in dem meisten Fällen beobachteten Verläufen auszugehen.

 

Die Impfung in den Muskel löst eine Immunreaktion aus, die aus zahlreichen Bestandteilen und Prozessen besteht und sehr komplex ist. Vereinfacht kann man es sich so vorstellen:

T-Zellen beispielsweise zerstören die infizierte Zellen. B-Zellen produzieren Antikörper, die den  Krankheitserreger „neutralisieren“, d.h. an sie binden, damit er nicht in gesunde Zellen eindringen kann.

Dabei existieren verschiedene Antikörper, die zeitlich und örtlich differenziert auf verschiedenen Ebenen zum Einsatz kommen.

Die IgA-Antikörper befinden sich an vorderster Front und befinden sich auf unseren Schleimhäuten - sie verhindern ein Eindringen und Vermehren der Keime in unserer Schleimhaut. IgM - Antikörper sind in der Akutphase sehr wichtig und bekämpfen eine weitere Ausbreitung. IgG-Antikörper sind die Langzeitantikörper und geben auf lange Sicht Schutz. Je nach Erregeertyp wähnen die IgG-Antikörper Monate bis Jahre, manchmal sogar lebenslang.

Die B-Zellen, T-Zellen und andere immunkompetente Zellen und Antikörper zirkulieren in der Blutbahn. In Nase und Lunge sind jedoch -  nicht immer - alle -  in ausreichender Zahl vorhanden, um einen schnellen Schutz zu bieten. In der Zeit, die sie brauchen, um vom Blutkreislauf dorthin zu gelangen, breitet sich das eingeatmete Virus aus, und die infizierte Person wird krank. Die Impfung sorgt dafür, daß - für den Zeitraum der Impfungwirkung - die Schleimhäute und tiefere Gewebsschichten mit einer ausreichenden Anzahl funktionsfähiger Antikörper und beispielsweise gewebsresidente T-Gedächtniszellen ausgestattet sind, um eine Infektion verhindern zu können.

 

Datenschutzhinweise zur Datenerhebung und Datenverarbeitung im Rahmen der Corona-Impfung.

Stiko empfiehlt Corona-Impfungen für Kinder ab 5 Jahre

Uns allen sind die verheerenden Folgen des Schulausfalls und der Quarantäne für unsere Kinder deutlich vor Augen getreten. Unsere Kinder bedeuten unsere Zukunft.  Um die Schulen offen und die Lehrkräfte dienstbereit zu halten, bedarf es gemeinsamer Anstrengung von allen Seiten. Deshalb hier für alle Eltern die neuste, auf validen Studien beruhende Empfehlung der STIKO für Impfung bei Kindern und Jugendlichen (Stand: 6.10.2022) (https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/FAQ_Liste_Impfung_Kinder_Jugendliche.html#FAQId16172184 )

  • gesunde Kinder ab 5 bis 11 Jahre sollten sich mind. 1 mal mit der Kinderdosis impfen lassen
  • gesunde Kinder ( 5 - 11 Jahre), die mit Risikopatienten ( beispielsweise Großeltern über 60 mit chronischen Erkrankungen wie hoher Blutdruck, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes oder starkes Übergewicht, Transplantierte, Krebserkrankte, Pat. mit Chemotherapie, etc) im gleichen Haushalt leben oder viel Kontakt haben, sollten sich mind. 2 mal mit der Kinderdosis impfen lassen
  • Kinder mit Vorerkrankungen ( 5 - 11 Jahre)  - beispielsweise Fettleibigkeit, Diabetes, chron. Lungenerkrankungen, Asthma, Trisomie 21, etc. - sollten sich mind. 3 mal mit der Kinderdosis impfen lassen
  • Jugendliche ab 12 Jahre sollten sich mind. 3 mal mit der Erwachsenendosis impfen lassen

Seit Mitte Oktober ist ein Baby-Impfstoff (ab 6 Monaten) von Biontech zugelassen worden. Ob Sie Ihr Baby impfen sollten oder nicht, hängt von Ihrer individuellen Risikoeinschätzung für Ihr Baby und Ihre Familie ab. Ich rate zu einem eingehenden Gespräch mit Ihrem Kinderarzt.

Wenn sich Ihr Kind bereits mit Corona infiziert hatte...

  • 5- bis 11-jährige Kinder mit Vorerkrankungen, die bereits eine ärztlich gesicherte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, sollen eine Impfstoffdosis im Abstand von mindestens 3 Monaten zur SARS-CoV-2-Infektion erhalten.
  • Gesunde Kinder sollen zunächst 1 Impfung erhalten, unabhängig davon, ob sie bereits einmalig oder mehrmalig an COVID-19 erkrankt sind. Ist der Zeitpunkt einer durchgemachten SARS-CoV-2-Infektion bekannt, soll die Impfung frühestens 3 Monate nach der Infektion verabreicht werden